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Susanne-Nora Rapp

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ADHS

 

ADHS, das Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Syndrom, ist heutzutage ein häufiges Phänomen. So vielschichtig die Ursachen für dessen Entstehung bei einem Kind oder Jugendlichen auch gewesen sein mögen, so vielseitig sollte auch die geeignete Therapie sein. Festgelegte starre Vorgehensweisen lassen sich nicht auf jedes Kind übertragen. Sie bergen sogar die Gefahr, an dem Kind vorbei zu therapieren.

Ich möchte hier nur kurz über die Symptomatik bei ADHS und deren Auswirkungen berichten. Die meisten Eltern, die zu mir kommen, sind mit den Fakten bestens vertraut und leben tagtäglich sozusagen in einer Ausnahmesituation, die oft bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit geht.

Hauptsymptome: Aufmerksamkeits-/Konzentrationsschwäche, Hyperaktivität, Impulskontrollstörung (bei einer ADS ohne Hyperaktivität mit Tendenz zu Tagträumerei).

Mögliche Folgen: Sprachstörungen, Lernstörungen in Form von Lese-Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche, sozial auffälliges Verhalten, Aggressivität, Impulsivität, Depressionen, Minderwertigkeitsgefühle, Versagensängste, massive Schwierigkeiten bei der Eingliederung in der Schule und im familiären Umfeld, erhöhte Unfall- und Verletzungsgefahr, statistisch gesehen erhöhtes Potenzial für Drogenkomsum etc.

Die Folgen sind ein wahres Horror-Szenario, in dem sich das betroffene Kind und dessen Eltern befinden.

Aufgrund meiner ganzheitlichen Erfahrungen habe ich AIMe, die Ausbalancierungs-Integrations-Methode entwickelt. Sie vernetzt alle Komponenten einer umfassenden Therapie auf kindgerechte Weise. Spielerisch und mit viel Liebe (französisch: AIMe = lieben) erfahren die Kinder Grundkompetenzen und bekommen wirksame Hilfsmittel an die Hand, die ihnen helfen, das tägliche Leben zu meistern. Es geht nicht darum, das Kind umzukrempeln oder ihm etwas überzustülpen. Es geht um die sinnvolle Integration seiner Fähigkeiten und die Ausbalancierung vorhandener Defizite in ein harmonisches Ganzes. Die Kinder erfahren, dass sie selbst in der Lage sind, ihr Verhalten und ihre Reaktionen zu steuern. Sie spüren die Anerkennung ihrer Fähigkeiten und gelangen hierdurch zu einer gesunden ausgewogenen Lebensweise.

„Sag es mir, und ich werde es vergessen.
Zeig es mir, und ich werde mich daran erinnern.
Beteilige mich, und ich werde es verstehen.“
                                                 (Lao Tse)

Diese Beteiligung ist Grundprinzip von AIMe.

AIMe ergänzt vorhandene Basistherapien des Haus- bzw. Kinderarztes. Wichtig ist außerdem die konkrete Hilfe und gezielte Beratung der betroffenen Eltern durch das Kooperative Elterntraining. Die positive Entwicklung der Kinder wird in ihrem familiären Umfeld entscheidend gefestigt. Es gibt wichtige Verhaltensregeln, mit denen die Eltern ihr Kind sinnvoll unterstützen und die Schritt für Schritt in ein harmonisches Familienleben führen.

 

Genauere Erläuterungen zum Wirkprinzip von AIMe

Grundsätzliches: Integration und Ausbalancierung

Integration und Vernetzung sind nicht nur in der Gesellschaft wichtige Ziele, sondern sie sind auch wichtig für das Gleichgewicht und die gesunde Entwicklung eines jeden Menschen. Die einzelnen Komponenten von AIMe tragen in hervorragender Weise dazu bei, dieses natürliche Gleichgewicht herzustellen und aufrecht zu erhalten. Und wie in jeder harmonischen Beziehung kommt es zudem auf die Ausgewogenheit aller Persönlichkeitsanteile an. AIMe beinhaltet diese Balance durch die Vernetzung der einzelnen kindlichen Ressourcen und Fähigkeiten. Hier greifen Psychologie, physiotherapeutische Elemente und der Ergotherapie nahe stehende Übungen in optimaler Abstimmung ineinander, da sie in einer Therapieform zusammengefasst sind.  

Die einzelnen Komponenten

Durch das Annehmen von negativen Gefühlen wie Frust, Wut und Angst kommt das Kind in Kontakt mit seiner Gefühlswelt. Es lernt, alle Gefühle zuzulassen und anzunehmen. Unangenehme Gefühle werden in der Folge von dem Kind wahrgenommen. Statt sie wie bisher zu unterdrücken, was zu nicht kontrollierbaren Gefühlsentladungen führt, findet eine bewusste Assimilation statt. Dadurch lösen sich negative Empfindungen beinahe zeitgleich auf und ein entkrampfter Umgang mit Herausforderungen wird möglich. Nach und nach verringert sich dadurch das aggressive impulsive Verhalten. 

Ich vermittele den Kindern und Jugendlichen wesentliche Fertigkeiten, die für eine angstfreie Annahme und Auflösung negativer Gefühle nötig sind. Im gemeinsamen Üben machen sie die Erfahrung, ein wertvolles ‚Gegenmittel’ für den Abbau von Frust und Aggression gefunden zu haben. Die ungezwungene Wahrnehmung der eigenen Gefühle und der adäquate Umgang damit sind wichtige Kernkompetenzen, die die Kinder ihr ganzes weiteres Leben ausgleichend begleiten werden.

Imagination lässt sich bei Kindern unendlich vielfältig einsetzen. Sie haben noch einen guten Zugang zu ihrer von Kreativität geprägten Phantasiewelt. Oft steht ein Bild, eine bildliche Vorstellung am Beginn einer positiven Entwicklung. Gerade Kinder mit ADS/ADHS besitzen große Talente in diesem Bereich.

Mit Hilfe von bildhaften Vorstellungen (Imaginationen) lassen sich zukünftige Situationen erfolgreich gestalten. Sei dass der Umgang mit Spiel- und Klassenkameraden bei Streitigkeiten, die Anspannung vor einer Klassenarbeit oder Situationen, die Versagensängste oder Aggression hervorrufen. Durch die in der Vorstellungskraft durchgespielten Handlungsoptionen erweitert sich das Spektrum der Reaktionsmöglichkeiten. So werden ‚alte Bahnen’ verlassen und die innere Sicherheit beim Bewältigen von Stress auslösenden Situationen wächst kontinuierlich.

Für Erwachsene manchmal schwer vorstellbar sind weitere spielerische Elemente der Imagination. So ist es vielen Kindern möglich, negativen Emotionen eine Farbe zu geben und ihnen einen Bereich im Körper zuzuweisen. Auf diese Weise sind sie immer in Kontakt mit sich selbst und beherrschen die täglichen Herausforderungen, statt sich von ihnen beherrschen zu lassen. Oder die Kinder entwickeln mit der Zeit ein Gefühl dafür, welche Gehirnbereiche gerade aktiv sind, wo ein „Kurzschluss“ stattfinden könnte etc. Das gibt Kraft, Mut und Selbstvertrauen. Mit Hilfe der Imagination können sie direkt Einfluss nehmen und machen aufbauende Erfahrungen.

Körperbewusstsein ist ein wichtiger Meilenstein. Das Kind lernt auf spielerische Art, seinen Körper und dessen Bedürfnisse wahr zu nehmen. Oftmals verbrauchen Anspannung und Angst unnötig Energien, die dann bei der Bewältigung von Aufgaben z.B. in der Schule fehlen. Einfache Atemübungen vermitteln den ersten Kontakt. Später werden auch körperliche Anspannungen von den Kindern erkannt und bewusst abgebaut.  Durch die Wahrnehmungsübungen lernen die Kinder innere und äußere Zentriertheit. Es bilden sich neue neuronale Vernetzungen und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Gehirnhälften wird entscheidend verbessert. 

Das Kind wird in seinem So-sein vollkommen akzeptiert. Dies ist ein entscheidender Prozess, in den wiederum die Eltern eingebunden werden. Bisher hat das Kind eher das Gegenteil erfahren, dass nämlich irgendetwas ‚verkehrt’ an ihm ist.  Das blockiert die Entwicklung eines gesunden Selbstwert-Gefühls und hat weit reichende negative Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung.

Ein ungeschriebenes Gesetz in der Psychotherapie lautet, dass es nicht möglich ist, negative Verhaltensweisen zu verändern, wenn diese vollkommen abgelehnt werden. Ein scheinbares Paradox: Was du bekämpfst, wirst du nicht los! Aber es ist so. Darum ist es wichtig anzuerkennen, dass das Kind sein Bestmöglichstes versucht hat, um den Anforderungen in Familie und Schule gerecht zu werden. Es ist Zeit, die Kinderseele zu entlasten! Das Kind darf die Gewissheit bekommen: „Ich bin (trotz allem) gut! Ich werde so geliebt, wie ich bin!“ Dieses Gefühl des Angenommenseins führt zu innerer Stabilität, zu unschätzbarem Selbstwert. Das ist die geeignete Triebfeder für die positiven Veränderungen, die sich die Eltern so sehr für ihr Kind wünschen.

Jeder Mensch verfügt über ein großes Potenzial an Ressourcen, Talenten und Begabungen. Viele bleiben unentdeckt oder kommen aus den verschiedensten Gründen nicht zur Entfaltung. Gerade für Kinder mit ADHS und anderen Verhaltensauffälligkeiten ist es wichtig, bisher verborgene Talente und Ressourcen zu entdecken und diese gezielt zu fördern. Dadurch erleben sie, dass sie etwas können, etwas Besonderes, wozu andere Altersgenossen nicht fähig sind. Dies schafft einen wohltuenden Ausgleich zu den Bereichen, in denen sie nicht mithalten können (s. auch Fallbeispiel Pascal). Sie gewinnen enorm an Selbstvertrauen indem sie diese Fähigkeiten ausbauen und nutzen. Stolz, Freude und Spaß nähren in dieser Vernetzung wiederum den Selbstwert und heilen innere Verletzungen aus.

Meine Aufgabe ist es, die verborgenen Ressourcen gemeinsam mit den Kindern zu entdecken und sie in deren Ausübung zu ermutigen. Und eines ist sicher: Es sind Talente da, die ebenso wertvoll in unsere Gesellschaft eingebracht werden können wie ‚etabliertere’ Fähigkeiten. Die diesen Kindern innewohnende Kreativität und Ideenvielfalt ist hierbei ein wertvoller Faktor, der von mir sinnvoll und spielerisch eingesetzt wird.

Bewegung wird hier bewusst als Ressource eingesetzt. Dies in mehreren Varianten.


 

  • – Freizeitbereich
    Was macht dem Kind Spaß? Welche Sportart passt, um den Überschuss an Bewegungsenergie zu kompensieren? Dies soll gemeinsam mit den Kindern und den Eltern herausgefunden werden. Auch habe ich mit dem Einsatz des Flexi-Bar, einem Übungsgerät, dass nach dem Vorbild des in der Rehabilitationstherapie oft verwendeten Propriomed entwickelt wurde, gute Erfahrungen gemacht. Über den kontinuierlichen körperlichen Bewegungsimpuls wird hier spielerisch die Konzentrationsfähigkeit gesteigert. Entscheidender Vorteil ist zudem, dass sonst schwer zu erreichende Nervenzellen entlang der Wirbelsäule aktiviert werden. Auch können zu Hause spezielle ‚Tobstunden’, wie z.B. eine Kissenschlacht eingeführt werden. Ein abgegrenzter Zeitraum, in dem Bewegung, laut sein und Wildheit nicht nur akzeptiert, sondern sogar erwünscht ist.
  • – Lernen durch Bewegung.
    Viel beachtet sind die seit einigen Jahren bekannten Forschungsergebnisse zum Lernen durch Bewegung. Es hat sich erwiesen, dass durch gezielte Bewegungsübungen die Integration und die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften wesentlich verbessert werden. Das ermöglicht ein effektives leichteres Lernen. Im Wesentlichen sind dies Überkreuz-Bewegungen. Die Übungspalette ist jedoch derart vielseitig, dass das Training sogar auf dem Schulweg ohne großen Aufwand gemacht werden kann. Oder es gibt  kurze unauffällige Tricks direkt vor Klassenarbeiten. Konzentrationssteigernd ist auch das Knautschen eines kleinen Softballes mit der Hand während den Schulstunden. Das ist unauffällig und mindert den Bewegungsdrang. Das Kind muss diese Möglichkeiten kennen. Oft sind es bisher unbekannte Kleinigkeiten mit überaus großem Effekt. 
  • – Sanftheit, Einfühlsamkeit.
    Auch lernen die Kinder, bestimmte Bewegungen sanft und mit viel Gefühl auszuführen, indem bewusst der Tastsinn und die Berührungswahrnehmung über die Haut geschult werden. Die Kinder erfahren dabei, dass angenehme Bewegungen nicht immer hart und ruppig sein müssen, sondern Impulse auch auf sanfte Art umgesetzt werden können. Auch die Eltern werden hier eingebunden, indem sie dazu animiert werden, ihr Kind auch einmal beherzt drücken oder über den Kopf streicheln etc. Diese wortlosen Liebesbeweise sind wertvoll und gehen oft im hektischen Alltag verloren.
  • – Entspannung
    Ja, auch Entspannung gehört in die Kategorie Bewegung. Sie ist dessen Gegenpol und für einen gesunden Ausgleich unerlässlich. Die Kinder lernen bei mir Entspannung und das Zurückfahren von körperlicher Aktivität auf angenehme Weise. Frei von dem Zwang ruhig oder still sein zu müssen, erfahren sie den Genuss dieser natürlichen körperlichen Ressource.

 

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